|
Ein
Brand in einer Lageranlage für Hefeprodukte bei der Firma
Leiber in Bramsche hat am Samstag, 21. August, frühmorgens
einen Großeinsatz mehrerer Feuerwehren ausgelöst.
Um
5.35 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert. Die Sprinkleranlage des
Bierhefe verarbeitenden Betriebs hatte da schon ausgelöst
und mit der Bewässerung begonnen. Die freiwilligen
Feuerwehren Bramsche, Engter und Wallenhorst wurden als Erste
alarmiert.
Weil
schnell abzusehen war, dass für die Löscharbeiten unter
großer Hitze viele Atemschutzgeräteträger
gebraucht würden, wurden die freiwilligen Feuerwehren Epe
und Achmer nachalarmiert, sagte Einsatzleiter Cornelis van de
Water. Den Feuerwehren gelang es rasch, sich einen Zugang zu dem
Brand zu verschaffen. Das Feuer war in einer Lager- und
Fördereinrichtung für Hefeprodukte ausgebrochen.
Auch
die schnelle Einsatzgruppe (SEG) des Malteser-Hilfsdienstes
rückte zu dem Großeinsatz aus. Ein Übergreifen
des Brandes auf weitere Bereiche der Bierhefe-Firma konnte
verhindert werden, die Löscharbeiten zogen sich jedoch
mehrere Stunden hin. Vor allem die große Zahl an benötigten
Atemschutzgeräteträgern hat den Einsatz der insgesamt
fünf Feuerwehren erforderlich gemacht.
Über
die Brandursache konnten Polizei und Leiber- Geschäftsführer
Michael von Laer auch am Sonntag keine Angaben machen. Am
heutigen Montag nehmen spezielle Brandermittler ihre Arbeit auf,
23. August,um herauszufinden, warum in der sogenannten
Aspirationsanlage des Produktionsbereiches das Feuer überhaupt
ausbrechen konnte. So viel aber steht fest, dass keine Explosion
stattgefunden hat.
Dennoch
ist laut von Laer die geschlossene Filteranlage durch Feuer und
Hitzeentwicklung erheblich in Mitleidenschaft gezogen worden. Die
starke Rauchentwicklung über der Anlage sei im Übrigen
auf den Ventilator zurückzuführen, der den Qualm nach
außen geblasen habe.
Der technische
Schaden führe zu einem Produktionsausfall. Der
Geschäftsführer ging davon aus, dass vermutlich eine
Woche lang die Aufräum- und Reparaturarbeiten in Anspruch
nähmen, was sich aber nicht auf die Lieferverpflichtungen
auswirke. Da sein Unternehmen aber über ein gut gefülltes
Lager verfüge, müssten die Kunden nicht auf ihre
bestellte Ware verzichten.
Die Polizei konnte
am Sonntag zumindest so viel sagen, dass Brandstiftung
ausgeschlossen sei. Über die Schadenshöhe machten
Geschäftsführer und Ermittler keine Angaben. Auch hier
müsse das Ergebnis der weiteren Untersuchungen abgewartet
werden. „Wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen“,
war Michael von Laer die Erleichterung deutlich anzumerken.
Text: Bramscher
Nachrichten
|