|
03.Oktober
2011 – Feuerwehrleute aus Achmer behaupten sich beim
„Skyrun“
Schweißgebadet,
erschöpft, aber überglücklich erreichten sie am
Samstag ihr selbst gestecktes Ziel: Sieben Brandschützer aus
Achmer gehörten zu den rund 1000 Feuerwehrleuten und den 25
Feuerwehrfrauen aus sechs Nationen, die bei sommerlichen
Temperaturen am vierten Düsseldorfer Skyrun teilnahmen. Dabei
galt es, in Einsatzkleidung und Atemschutzgerät die
Aussichtsplattform des Düsseldorfer Fernsehturm über das
Treppenhaus zu erreichen.
Dass es für einen
Sieg nicht reichen würde, war den sportlichen
Feuerwehrmännern nach den Übungseinheiten schon im
Vorfeld klar, aber dass die Platzierungen so gut ausfallen würden,
damit hatten die sieben Achmeraner nicht gerechnet. Für die
Ortsfeuerwehr Achmer gingen drei Zweier-Teams an den Start. Der
siebte Achmeraner Feuerwehrmann, Kai Lüssenheide, hielt bei
diesem Event mit seinem Kollegen Hendrik von der Haar
sprichwörtlich die Fahne der Osnabrücker Berufsfeuerwehr
hoch.
Nach dem Start im
Keller des Funkturms galt es für Teilnehmer, die 960 Stufen
bis zur Aussichtsplattform in möglichst kurzer Zeit zu
absolvieren. Immerhin ein Höhenunterschied von 171,7 Metern.
Sehr zufrieden mit ihren persönlichen Leistungen zeigten sich
nach dem Treppenlauf gen Himmel alle sieben Achmeraner. Besonders
überrascht war Björn Lüssenheide von seinem
Teampartner Marco Danlowski. „Ich wusste ja vorher gar
nicht, wie fit der Marco ist“, so Björn Lüssenheide.
Da Danlowski berufsbedingt nicht an den Trainingseinheiten bei der
Deuka und am Piesberg teilnehmen konnte, war sich Lüssenheide
zunächst nicht sicher, wie der Ausflug auf den Rheinturm
enden würde, doch die beiden benötigten für die 960
Stufen nur zwölf Minuten und 41 Sekunden. Damit war
Berufsfeuerwehrmann Björn Lüssenheide, der im
vergangenen Jahr genau wie sein Bruder mit einem Kollegen
gestartet war, nur etwas langsamer als im Vorjahr. Wie sich in der
Endabrechnung zeigte, reichte es für die beiden für den
90. Platz unter den 500 Teams.
Etwas langsamer waren
Sebastian Santoriello und Jörg Zersch. Obwohl Santoriello bei
der Inaugenscheinnahme des Fernsehturms nach der Ankunft am
Freitag spontan ins Grübeln kam, ob es wirklich eine kluge
Entscheidung war, sich beim Skyrun anzumelden, erzielten beide
eine gute Zeit. Für den Höhenunterschied von 60
Stockwerken benötigten die beiden 16 Minuten und 8 Sekunden.
Nach dem Aufstieg war bei „Santo“ jedoch alle Skepsis
verflogen. Im Gegenteil, beide waren der Meinung, dass noch mehr
drin sein könnte. Denn bei seinem ersten Skyrun kämpfte
Santoriello noch mit einer Erkältung.
Bei seinem
Teamkollegen Jörg Zersch machten sich, genau wie bei Chris
Zur Oeveste, der mit Johannes Mitzel das dritte Team bildete, die
Anstrengungen vom Vortag bemerkbar. Beide wollten eigentlich
gemeinsam mit den anderen Achmeranern nach Düsseldorf reisen.
Doch der Großeinsatz in Quakenbrück machte ihnen einen
Strich durch die Rechnung. Sie kamen erst spät in der Nacht
zum Samstag in Düsseldorf an, denn sie gehörten zur
Besatzung des Achmeraner Messfahrzeuges, das in Quakenbrück
im Einsatz war.
18
Minuten und 42 Sekunden benötigten Johannes Mitzel und Chris
Zur Oeveste als drittes Team. Während Johannes Mitzel oben
noch ziemlich fit wirkte, wurden bei Chris Zur Oeveste im letzten
Drittel die Beine immer schwerer. „Doch die Anfeuerungsrufe
des Notarztes, der oben auf die Teilnehmer wartete, hat in mir
noch die letzten Reserven mobilisiert“, so Zur Oeveste, der
dann plötzlich noch durchs Ziel sprinten konnte.
Die
beste Zeit legten allerdings Kai Lüssenheide und Hendrik von
der Haar vor. Die beiden benötigten für den Aufstieg nur
11 Minuten und 37 Sekunden.
Belohnt
wurden die Feuerwehrmänner für die Anstrengungen zwar
nicht mit Pokalen, dafür aber mit einem tollen Ausblick über
die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt.
Die fünf
freiwilligen Brandschützer aus Achmer, die zum ersten Mal an
einem „Himmelslauf“ teilgenommen haben, scheint
jedenfalls das „Skyrun“-Fieber gepackt zu haben. Denn
wenn man sich mit „bis nächstes Jahr“ von einem
Fernsehturm verabschiedet, dann verspricht das wohl eine
Wiederholung. Vielleicht fahren sie ja vorher zum Training nach
Berlin. Beim Skyrun auf den „Alex“ warten nur 770
Stufen.
|